Wie kommt eigentlich eine durchschnittliche Angebotssumme eines Fachhandwerkers von z. B. 33.000 € bei einem Heizungstausch zu Stande?
Viele Hausbesitzer sind heutzutage zunehmend verunsichert, da sie nicht genau wissen, was bei einem Heizungswechsel hin zu Erneuerbaren Energien, sprich hier zur Wärmepumpe, an Investitionskosten auf sie zukommen. Oft wird der Fachhandwerker meist zu Unrecht verdächtigt, dass er sich eine goldene Nase dran verdient und die großzügige Fördersituation ausnutzt. Wir bringen Licht ins Dunkel und klären gerne unter folgenden Aspekten auf:
Da dies eine private Infowebseite ist und keinem Hersteller oder Heizungsbauer verpflichtet, also neutral ist, schauen wir gerne nochmal kurz über den Markt und sehen die unterschiedlichsten Preise von diversen Anbietern von Wärmepumpen. Doch welche Gesamtkosten kommen auf mich zu? Wie kalkuliert ein Fachhandwerker und wie kann ich als Endkunde dies nachvollziehen?
Da hast Du absolut recht! Dies kann Dir nur ein langjähriger, unabhängiger Wärmepumpenexperte verdeutlichen, der den Überblick über den Markt hat und die unterschiedlichen Ebenen der Wertschöpfungskette kennt. Im folgenden habe ich Dir eine Gesamtkostenübersicht erarbeitet, die Dir transparent aufzeigt, wie sich ein Angebot eines Fachhandwerkers aufgliedert.
Kurzerklärung:
diese Preise sind inkl. MWSt., siehe Quellenangabe und sind als Richtpreise zum Zeitpunkt 10.2024 anzusehen.
Es ist ein mittleres Preisniveau an Hand eines Standard-EFH-Umbaus.
Die Marke Vaillant ist willkürlich gewählt, es besteht kein Vertrag mit diesem Unternehmen seitens des Autors. Andere Hersteller wie Viessmann, Stiebel Eltron, Bosch, Buderus, Wolf, Weishaupt, ELCO etc. sind ähnlich gut.
Da es ein Nord-Süd-Gefälle in Deutschland bei den Preisen und Löhnen gibt, kann es je nach Region Abweichungen sowohl nach unten, als auch nach oben geben. Ein Fachhandwerker kann bei seinem Fachgroßhändler seines Vertrauens natürlich je nach Marke und Größe der Wärmepumpe auch günstiger oder auch teurer einkaufen.
Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Eine WP ist 3-5 mal effizienter als eine Gastherme. Sie funktioniert mit Strom und gewinnt aus einer kWh Strom ca. 3-5 kWh Wärme. Deshalb teilt man den Jahresverbrauch von 20.000 kWh in diesem Fall (bei Sanierung und einer hochwertigen A+++ WP bei W55) durch 3,5.
Nach dem neuen Heizungsgesetz ab 01.01.24 beträgt die maximale förderbare Investitionsumme leider nur noch 30.000 € statt 60.000 €. D. h. 55% (Grundförderung 30% + Speedbonus von 20%, plus 5% Klimabonus) von 30.000 € sind 16.500 € was ich hier in Abzug gebracht habe.
Natürlich weiß keiner, wie sich in Zukunft die Energiepreise entwickeln. Es gibt vielerorts sogenannte WP-Tarife und auch bundesweite Anbieter, die einen WP-Tarif anbieten, der weit unter dem starren Marktpreis liegt. Das Unternehmen 1Komma5 z. B. bietet eine Strompreisgarantie zwischen 15 und 23 Cent/kWh je nach Region. Dadurch sinken die Betriebskosten für die WP zwischen 40 und 51%. Hier der Link.
Die Strafzahlung erhöht sich die nächsten Jahre drastisch und die Bundesregierung will uns Bürger weg von den fossilen Energieträgern bringen. Im Laufe der nächsten 20 Jahre ergibt sich so ein stattliches Strafsümmchen von über 4-5.000 €.